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"Gaslicht-OneShot"


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Re: "Gaslicht-OneShot"

Beitragvon Björn » 13. Jan 2018 16:47

Ein astreiner Spielbericht! Und ja, es klingt wirklich nach nem Roman oder Geisterfilm Bild

Die angesprochenen Jump-Scares blieben auch Kathrin und Benedikt nicht verborgen, so laut waren die :mrgreen:
Auch ich freue mich auf die Fortsetzung im Hillward-Anwesen, die erste Runde hat mir sehr viel Spaß bereitet. ;)


Hier mal drei Bilder des Anwesens:

Bild
Erdgeschoss


Bild
1. Obergeschoss


Bild
Außenansicht und Deckblatt
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Re: "Gaslicht-OneShot"

Beitragvon Schnecke » 14. Jan 2018 11:34

Der Spielbericht liest sich super. Da ich ein wenig in den Vorbereitungen für das Abenteuer eingebunden war, kannte ich ja bereits die Story. Trotzdem war der Spielbericht spannend zu lesen.
Eure Schreckmomente konnte ich live miterleben. Jedes Mal wenn Björn (sehr, sehr, sehr, sehr) laut wurde, hörte ich ein Hüpfen auf dem Sofa. Auch eure Atemaussetzer haben mir schon ein wenig Sorge bereitet.
Ich bin gar nicht mutig. Ich habe nur vergessen was Angst ist.
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Re: "Gaslicht-OneShot"

Beitragvon Curwen » 14. Jan 2018 12:19

Was für ein schöner Spielbericht! So nah und packend aus der Ich-Perspektive, was bei vielen anderen Spielberichten leider keine Selbstverständlichkeit ist. Hat mir sehr gefallen. :)
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Re: "Gaslicht-OneShot"

Beitragvon Björn » 24. Jan 2018 08:49

Schon toll, wenn man sieht, wie ein One-Shot zwei Seiten in einem Forum verschlingt :mrgreen:

Heute denn also der Abschluss-Teil des One-Shots. 17.00 Uhr treffen! ;)
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Re: "Gaslicht-OneShot"

Beitragvon Björn » 24. Jan 2018 23:02

Hier nun das Spielmaterial, welches mir während der Runden gute Dienste geleistet hat. Wächter und Lena haben es als Handout mit nach Hause nehmen dürfen:

DER POLTERGEIST


Das Abenteuer hat mir übrigens sehr viel Spaß gemacht. Es war toll zu sehen, wie angespannt ihr immer auf den nächsten Schocker "gewartet" habt. :mrgreen: Besonders das Finale Teil von der Liste: 24 / 8 war genial :twisted:
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Re: "Gaslicht-OneShot"

Beitragvon sia241 » 27. Jan 2018 23:57

Sooo ich habs geschafft - hier ist nun Teil 2 :mrgreen:


Knüpfen wir mal da an, wo der letzte Spielbericht aufhört:

Wir wachen auf! Das Gästezimmer sieht wieder aus wie vorher. Swanson steht am Fenster und dreht sich zu uns um: "Wo kommen sie denn auf einmal her?"

Völlig fassungslos und geschockt sehen wir uns um. Unsere Betten sind gemacht als hätten wir nie darin geschlafen. Swanson mustert uns. Er geht zur Tür und schließt sie ab.
"Wo waren Sie? Und wo kommen Sie so plötzlich her?" Was uns passiert ist, können wir garnicht richtig in Worte fassen... Wir waren hier, und irgendwie doch wo anders.
Das Haus war herunter gekommen, fast schon verrottet. Der Garten war ungepflegt. Und dann noch diese merkwürdige Kutsche ohne Pferde. Und der Geist. Der war auch da.
Wir sitzen Swanson gegenüber und versuchen ihm so genau wie möglich zu erklären, wo wir waren. Während unseren Schilderungen mustert Swanson uns, als wolle er herausfinden, ob wir verrückt geworden sind.
"Meine Herren, sie waren über einen Tag verschwunden und wurden der Polizei bereits als vermisst gemeldet." Über einen Tag? Wie ist das möglich? Wir waren doch höchstens eine Stunde an diesem merkwürdigen Ort!

Als Swanson sich vergewissert hat, dass wir noch nicht den Verstand verloren haben, schließt er die Tür wieder auf. Er klärt uns darüber auf, was seit unserer Abwesenheit alles passiert ist.
Die Bewohner des Hauses haben aus Sicherheitsgründen das Anwesen verlassen. Nur Ophelia, Eliza und Esther sind noch hier. Wir können uns frei bewegen und alles untersuchen. Swanson hat bereits eine Vermutung, was hier passiert. Barneby ist sich ziemlich sicher, dass alles mit dem Gold zu tun hat, das Eliza auf dem Anwesen versteckt hat und nun nicht mehr findet. Ich tippe nach wie vor darauf, dass Sarah der Schlüssel zu allem ist.

Von den Erinnerungen des Alptraumes getrieben, möchte Barneby erneut in Sarahs Zimmer. Das Puppenhaus in dieser anderen Welt, oder anderen Zeit, kam ihm fehl am Platz vor.
Als wir den Flur betreten, kommt Starlet auf uns zu und schnurrt um unsere Beine. Im Flur sind ein paar Bilder herunter gefallen. Nichts neues für uns, dennoch nagt dieser Spuk schon sehr an unseren Nerven.
Wir nähern uns Sarahs Zimmer.

PLÖTZLICH KNALLT ein Ascheimer vom Regal direkt vor uns auf den Boden. Ich hoffe wir schaffen es, diesem Schrecken ein Ende zu setzen!

In Sarahs Zimmer geht Barneby direkt auf den Schrank zu. Und tatsächlich. Dort steht das Puppenhaus. Ein wunderschönes, handgefertigtes Kunstwerk. Unsere Blicke wandern von unten nach oben.
Plötzlich sehen wir eine durchsichtige, verschwommene, weibliche Gestalt. Direkt hinter dem Puppenhaus. Ich schrecke zurück.

EIN GEIST! Barneby ist in eine Schockstarre verfallen. Der Geist geht direkt auf ihn zu, durch ihn hindurch und verschwindet.
Er wird kreidebleich. Strähnen an seinen Schläfen verfärben sich weiß. Zwischen seinen Beinen wir es warm und nass. Swanson packt ihn und setzt ihn auf Sarahs Bett. "Barneby? Barneby?"

Er ist nicht ansprechbar. Ich gehe ins Gästezimmer, um ihm eine frische Hose zu holen. Als ich den Flur betrete, kommt ein Bild auf mich zugeflogen und trifft mich am Arm. Oh das gibt einen blauen Fleck.
Ich komme mit der Hose wieder zurück. Swanson und ich drehen uns um, damit Barneby sich umziehen kann.

Wir gehen zusammen runter. Die Uhr im Flur scheint verrückt zu spielen - die Zeiger drehen sich wie wild im Kreis. Auch Swansons Taschenuhr dreht sich. Wie spät es jetzt wohl ist? Das Grammophon springt wieder an. Und kurz danach wieder aus.

Swanson berichtet uns, dass Esther brutal angegriffen wurde. Überall auf ihrem Körper sollen schlimme Bisswunden sein. Als Assistenzarzt kann Barneby sich die Wunden genauer ansehen. Esther liegt ruhig gestellt auf einer provisorischen Liege im Salon. Und tatsächlich. Die Bisswunden sind wirklich überall. Und noch viel erschreckender ist, dass sie eindeutig von einem Menschen stammen. Um diese Grausamkeit festzuhalten, stelle ich meine Kamera auf. Gerade als ich das erste Foto schießen will, EXPLODIERT der Apparat! Nein! Oh nein, bitte nicht! Meine Kamera! Das wars dann wohl mit meinen Beweisfotos... Das Grammophon springt wieder an. Swanson geht hin und nimmt die Platte runter.

Wir sind mit den Nerven am Ende. Doch wir müssen weiter machen. Wir müssen uns ganz sicher sein!

Während Swanson auf Esther aufpasst und Barneby sich etwas in seinem Bett ausruhen will, möchte ich ins obere Stockwerk. Wir hatten bisher immer noch nicht die Gelegenheit Ophelia zu befragen. Auf dem Geländer der Treppe sitzt Starlet. Sie faucht und knurrt uns an. Sie lässt uns nicht vorbei. Ich entwickle eine richtige Abneigung gegen dieses Tier. Plötzlich springt sie runter und verschwindet im Speisesaal. Barneby und ich gehen nach oben.

Ich klopfe vorsichtig an der Tür. Eliza bittet mich hinein und ich nähere mich langsam dem Bett. Das Zimmer ist dunkel, man kann kaum die Hand vor Augen sehen. An den Wänden hängen hunderte Gemälde. Einige wurden mit Stoff behangen. "Mrs. Hillward? Ophelia?" frage ich leise. Eine kratzige, garstige Stimme antwortet:"Was wollen Sie?"
Jetzt erst erkenne ich die Gestalt genauer. Ophelia ist wirklich schon sehr alt. Ihre Haut ist in diesem schwachen Licht gräulich und blass. Ihre Falten wirklich wie zerknittertes Papier und ihre Finger sind lang und dünn wie Spinnenbeine.
"Ophelia, ich würde Sie gerne zu den Ereignissen hier im Haus befragen."
"Es war RUTH!" Wirklich erstaunlich, wie laut ihre Stimme auf einmal klingt.
"RUTH! Sie ist Schuld! Fragen Sie nach RUTH!"
"Wer ist Ruth?"
"RUTH! Sie war böse!"
Eliza seufzt:"Mutter, bitte... Entschuldigen Sie Mr.Thompson, sie ist manchmal nicht mehr ganz anwesend. Ich würde Sie bitten, ihr wieder etwas Ruhe zu geben."
Gerade als ich das Zimmer wieder verlassen möchte, schreckt Ophelia hoch, steht schon fast im Bett und brüllt:"RUTH! Ich bin mir sicher! Sie war es!"

Eliza schließt die Tür von außen und ich stehe mit ihr allein im Treppenhaus. Ich muss erfahren, wer Ruth ist.
"Ruth war unsere Haushälterin. Sie war über 30 Jahre hier beschäftigt und stets fleißig und freundlich. Immer zuvorkommend. Ich weiß auch nicht, wie sie darauf kommt, dass Ruth irgendwas damit zu tun haben könnte... Vor etwa drei Jahren ging sie dann in den Ruhestand. Sie lebt allerdings noch in London."
Merkwürdig, wie die Meinungen über Ruth so verschieden sein können. Liegt es nur an Ophelias Alter? Oder steckt da mehr dahinter?

Eliza führt mich nach unten in ihr Schlafzimmer. Irgendwo hat sie noch eine Fotografie von Ruth und in der Bibliothek sind noch Aufzeichnungen von ihr über den Haushalt.
Die Fotografie stecke ich ein. Irgendwie kommt sie mir bekannt vor, aber ich kann mich einfach nicht mehr daran erinnern, woher.

Ich gehe wieder nach unten um Swanson zu berichten. Er sieht sich die Fotografie an. Auch er scheint sie irgendwoher zu kennen.
PLÖTZLICH klopft es an der Eingangstür. Ein Bote aus London. Er überreicht Swanson ein großes Paket. Ein Buch. Eins von seinen Kuriositäten.
Genaueres will er mir im Moment aber dazu noch nicht sagen. Während Swanson in der Bibliothek verschwindet, passe ich auf Esther auf.

LAUTE SCHRITTE rumpeln den Flur entlang. Doch als ich nachsehe ist da niemand. Das Grammophon wird vom Tisch gerissen und KNALLT auf den Boden.
Hoffentlich kommen wir bald auf eine Lösung.

Nach einer Weile kommt auch Barneby wieder nach unten. Als er den Salon betritt, wird Esthers Kleidung und die Decken, die auf ihr drauf lagen, durch den Raum gewirbelt.
Wie durch einen starken Windstoß, doch kein Fenster ist offen. Barneby bedeckt sie wieder. Auch Swanson kommt wieder rüber. Er reicht Barneby die Fotografie von Ruth. Barneby wird wieder blass, seine Kinnlade fällt herunter und seine Augen sind aufgerissen. "DAS ist Ruth? Das ist der GEIST!"

Damit wird Swansons Theorie nur noch bestärkt. Dank des Buchen kann er uns nun genau erklären, was hier los ist.
Folgendes: Der Geist von Ruth treibt hier sein Unwesen. Ruth war Rassistin und während ihrer Arbeit hier sehr darauf fixiert, Esther aus dem Haus zu treiben. Vor ungefähr einem Monat ist sie gestorben. Genau dann haben die Ereignisse hier angefangen. Doch das ist noch nicht alles. Ruth's Unzufriedenheit und Zorn haben etwas noch viel Schlimmeres angelockt. Zatul. Ein Dämon. Er besetzt solche verstorbenen Seelen wie Ruth und sorgt dafür, dass sie mit ihrer Umgebung interagieren und sich manifestieren können. Er verstärkt ihren Zorn und will diesen besetzten Ort für sich haben. Er hört nicht auf, bis alles und jeder dieses Anwesen verlassen hat. Das ist die schlechte Nachricht. Die noch schlechtere Nachricht ist: wir können nichts gegen ihn tun. Absolut gar nichts.

Wir müssen die Familie Hillward ihrem Schicksal überlassen und das Anwesen verlassen. Ob sie ebenfalls flüchten werden, bleibt ihnen überlassen.
Außer einer Warnung können wir nichts mehr für sie tun.

PLÖTZLICH KLOPFT es in der Wand direkt da, wo Esther liegt. Klopf klopf. Klopf klopf. Barneby nähert sich der Wand. Das Klopfen wird lauter.
Als er auf Esther hinab blickt, bemerkt er, dass sie sich nicht mehr rührt. Davor hat sie zumindest leises Stöhnen von sich gegeben und sich hin und wieder kurz bewegt. Doch jetzt liegt sie ganz still. Er überprüft ihren Puls. Nichts. Esther ist tot.

Wir sind uns alle einig, dass wir das Anwesen verlassen müssen. Wir gehen hoch um unsere Sachen zu packen.

PLÖTZLICH kommt Starlet wie aus dem Nichts durch die Luft geschleudert und krallt sich an Barnebys Oberschenkel fest. Sie knurrt und will einfach nicht los lassen! Swanson zückt seine Pistole und hält Starlet am Nacken fest. "Halten Sie still Barneby!" EIN LAUTER KNALL und das Tier ist tot. Mit diesem Schock zum Schluss, machen wir uns auf den Weg.
Da es aber schon dunkel wird, gehen wir zunächst in eine naheliegende Pension. Morgen wird uns dann eine Kutsche abholen.

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Einige Wochen später. Wir drei sitzen gemütlich in einem Café gegenüber eines Opernhauses. Das Hillward Anwesen ist mittlerweile verlassen. Sämtliche Bewohner werden seit Esthers Tod vermisst. Keiner von ihnen wurde bisher wieder gesehen. Es fehlt jegliche Spur.
Eine große, elegante schwarze Kutsche hält direkt vor dem Eingang des Opernhauses. Ein Mann und ein kleiner Junge steigen aus. Der Mann ist groß, schick gekleidet und hat unter seinem Zylinder wildes, rotes Haar. Der kleine Junge ist schwarz, ebenfalls schick gekleidet und klammert sich an den Mann.
Dwight? Leelan?
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Re: "Gaslicht-OneShot"

Beitragvon Björn » 28. Jan 2018 08:21

Ein atmosphärischer Bericht wie aus nem Horror-Streifen :) Sehr schön geschrieben und wirklich detailliert wiedergegeben. Es war bestimmt auch nicht das letzte Mal, dass ich versucht habe den Titel "Meister der Jumpscares" zu erhalten. :mrgreen: Eure Gesichter und besonders die andauernde Anspannung war euch während der gesamten Spielsitzung anzusehen.
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Re: "Gaslicht-OneShot"

Beitragvon Curwen » 30. Jan 2018 11:29

Endlich gelesen. Gefällt mir sehr und die vielen Details lassen ja wirklich nichts aus. Da bekomme ich schon einen genauen Eindruck vom Ablauf, auch wenn die Stimmung am Tisch wohl eine ganz besondere gewesen sein muss. ;)
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