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[Charakter] Sir Geoffrey Clayton


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[Charakter] Sir Geoffrey Clayton

Beitragvon Curwen » 23. Mai 2017 13:40

Sir Geoffrey Clayton wurde 1865 als einziger Sohn von Lady Elisabeth und Sir Harold Clayton auf Clayton Hall in Devonshire, einem hervorragend erhaltenen Anwesen aus der Tudor Ära, geboren. Seine Erziehung erhielt er zumeist durch Privatlehrer, doch wuchs er keinesfalls isoliert auf. Nicht ganz standesgemäß, doch auch nicht untypisch für einen heranwachsenden Knaben, spielte er mit den Pächterkindern und Bauernsöhnen.

Als Jugendlicher begleitete er seinen Vater oft auf Reisen auf den Schwarzen Kontinent, da Harold Clayton als ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Anthropologie und Frühgeschichte Afrikas, gute Kontakte zu vielen Stämmen pflegte. Sir Harolds Wissen reichte sogar bis in offiziell noch unerforschte Gebiete, über die er allerdings aus persönlichen Gründen, vielleicht aus Freundschaftsbande heraus, Stillschweigen bewahrte. Neben diesen Expeditionen wurde die reichhaltige Bibliothek des Vaters auf Clayton Hall zu einem ständigen Fundus für den jungen Geoffrey.

Ein Erlebnis jedoch hat den jungen Herrn besonders geprägt. Er befand sich im Sommer des Jahres 1881 gerade mit seinem Vater in einem abgelegenen Teil des nördlichen Kongobeckens. Die wilden Stämme bekriegten sich bereits seit Jahren, ebenso der mit seinem Vater Sir Harold befreundeten Stamm, der nach einem harten Aufeinandertreffen mit der anderen Kriegspartei, die eigenen Wunden leckte.
Dies ist vielleicht nicht die treffenste Beschreibung, denn einer der Ältesten entnahm bei einem langen Ritual ein seltsames, schwarzes, strangartiges Fleisch aus einem irdenen Krug. Der Krug war mit anstrengenden Mustern verziert und das sich in den Händen des alten Mannes befindliche Fleisch schimmerte und glänzte leicht im Fackelschein. Es schien sogar im Rhythmus der Trommeln zu zucken. Dieses Stück wurde einem halbtoten, jungen Krieger in die klaffende Wunde gelegt und das Fleisch schien sich wie von selbst festzusaugen. Das Ritual dauerte die ganze Nacht, doch am nächsten Morgen schon lief der zuvor verwundete junge Mann schon wieder humpelnd durch das Lager. Seine Wunde war von diesen schwarzen Strängen durchzogen. Geoffrey konnte auch einen Anflug von Angst in den Augen derer erkennen, die aus der Ferne ihrer Hütten zu dem jungen Stammesmitglied herüberblickten. Sir Harold hingegen war bei bester Laune und verhandelte bis zum nächsten Morgen mit dem Häuptling über irgendwelche Dinge, die Geoffrey nicht verstand.

Das gewohnte Leben ging aber auch in der Heimat eine ganze Weile weiter. Geoffrey bildete sich weiter und, ja man konnte es so sagen, machte sich daran in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Aufgrund der unerklärlichen Dinge, die er in Afrika sah und über die sein Vater Stillschweigen bewahrte, brach sich Geoffreys Leidenschaft zu okkulten Themen bahn. Manchmal verbrachte er Tage damit zu, in alten Büchern und sorgsam zusammengetragenen Abhandlungen über das Verborgene zu brüten und er hätte seinen Vater irgendwann erneut, und diesmal eindringlicher fragen wollen, was damals an jenem Tage in Nordkongo geschehen war. Doch es kam anders als erwartet. Sein Vater brach überstürzt zu einer Expedition zum Schwarzen Kontinent auf, von der er nicht mehr zurückkehrte. Lange war Elisabeth Clayton in tiefer Trauer, bis sie ihn offiziell für Tod erklären ließ. Das Leben mußte weitergehen, die Verwaltung von Clayton Hall und den umliegenden Ländereien, besonders der Pferdezucht, vollzog sich auch nicht von allein. Was genau die Umstände des Todes von Lady Elisabeth betrafen, so starb sie wohl an einem gebrochenen Herzen, als sie sich zur Kur in einem Londoner Sanatorium aufhielt.
Sir Geoffrey war nun leider gezwungen, die Verantwortung ganz allein zu schultern und alles zu lernen, was er brauchte um das Landgut zu verwalten. Dies ist jetzt zwei Jahre her und in Sir Geoffrey breitet sich eine zuvor nicht gekannte Rastlosigkeit aus. Ist dies das Ende der Geschichte oder erst ihr Anfang? Hat man ihn bewußt jahrelang aus den Familienangelegenheiten heraushalten wollen? Die Zeit vornehmer Zurückhaltung muß enden! Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde, das hatte er damals schon erkannt. Er stellt die Teetasse auf dem schweren, dunklen Eichenholztisch ab, wendet sich zur Tür und … "Danke, Eleonore - ein Schreiben aus London? Thomas Prescott, hmm". Er greift nach dem antiken Bronzedolch auf dem Kamin und öffnet den Umschlag …
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Re: [Charakter] Sir Geoffrey Clayton

Beitragvon Curwen » 23. Mai 2017 13:44

Attribute:
ST: 12
GE: 9
IN: 14
KO: 11
ER: 11
MA: 11
GR: 14
BI: 13

Abgeleitete Werte:
Trefferpunkte (ST+KO/2): 12
Magiepunkte (MA): 11
Schadensbonus (ST+GR>24): 1W4
Gesamtstabilität (MAx5): 55

Idee (INx5): 70%
Wissen (BIx5): 65%
Glück (MAx5): 55%

Berufsfertigkeiten (BIx20=260):
Ansehen (15%) : 75%
Anthropologie (01%) 36%
Fremdsprache (Französisch, 01%): 16%
Fremdsprache (Latein, 01%): 10%
Geschichtskenntnisse (20%): 20%
Reiten (05%) : 25%
Schrotflinte (30%): 30%
Überzeugen (15%): 75%
Okkultismus (05%): 66%
Pharmazie (01%): 41%

Besonderheit: +40% auf Ansehen (schon eingerechnet)

Hobbyfertigkeiten (INx10=140):
Verborgenes erkennen (25%): 55%
Bibliotheksnutzung (25%): 55%
Naturkunde (10%): 50%
Orientierung (10%): 50%
Zuletzt geändert von Curwen am 23. Mai 2017 14:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: [Charakter] Sir Geoffrey Clayton

Beitragvon Björn » 23. Mai 2017 13:48

Das ist eine 1A Charaktervorstellung. Geoffrey scheint momentan ziemlich überfordert mit der Verantwortung und besonders mit dem Verlust der Mutter. Die ungelöste Frage ob Harold noch lebt oder nicht, dürfte ihn ebenfalls innerlich zerreißen, denn schließlich verbrachte Geoffrey ja sehr viel Zeit mit ihm und lernte dabei auch noch sehr viel.

Sehr schöne Vorstellung. ;)
"Ich habe meinen Platz gefunden. Ich bin kein kleines Rädchen im Getriebe. Ich bin das Getriebe"
Auszug aus Lord-Kapitän Eli Flanagans Logbuch [Warhammer 40K - Freihändler]
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Re: [Charakter] Sir Geoffrey Clayton

Beitragvon Curwen » 23. Mai 2017 13:59

Danke, Björn. Freut mich sehr, dass es dir gefällt :)

Stimmt, die Umstände sind für ihn sehr schwer zu ertragen. Diese Verantwortung, die Ungewissheit in vielen Bereichen und dann noch die Ungereimtheiten, auf die er keine Antwort weiß. Da kommt die Ablenkung von Prescott gerade recht. ;)
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