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Neue Kampagne!?


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Neue Kampagne!?

Beitragvon Björn » 12. Okt 2017 11:04

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Seit geraumer Zeit liegt Warhammer Fantasy bei uns buchstäblich auf Eis. Das hat nichts mit Überdruss oder Ähnlichem zu tun; wir wollten einfach nur mal ein paar andere Welten, darunter Warhammer 40K, besuchen.

Warum ZWEIHAMMER?
Wir bzw. ich werde die Hintergrundwelt vom Warhammer Fantasy Rollenspiel (Editionen 1+2+3) mit dem Regelwerk von ZWEIHÄNDER verknüpfen. Das haben schon einige gemacht und es scheint sehr gut zu funktionieren. Die Regelmechanik ist der von Warhammer 1+2 zwar ähnlich, in einigen Punkten aber macht sie aber eine bessere Figur.


Als Startzeitpunkt werde ich das Jahr 2522 I.C. wählen. Der Sturm des Chaos ist in vollem Gange und der Kaiser entpuppt sich als ein zwar heldenhafter aber doch sehr inkompetenter Kaiser; besonders was Taktiken und Strategie angeht. Auch wenn die Presse den Kaiser immer zum Helden gemacht hat, zeigt sich jetzt, dass er nicht viel von dieser Lichtgestalt innehat. Er kann kämpfen und sich perfekt in Szene setzen. Auch scheint er immer die richtigen Antworten auf knifflige Fragen parat zu haben. Sein Charisma ist wirklich bemerkenswert und er kommt sehr gut beim Volk an.
Doch der Thron wackelt buchstäblich. Ohne seine Heerschar von Beratern und "Vorsagern", Ministern und Militärberatern, wirkt er doch sehr überfordert. Das geht soweit, dass Gerüchte die Runde machen, er sei nichts weiter als eine lächerliche Marionette. Im Verlauf der ersten drei Abenteuer, werden die Charaktere bemerken, dass das imperiale Volk kriegsmüde ist. Dazu ein paar Punkte, wie sie im Verlauf der Kampagne geschehen könnten:
- Ganze Armeen desertieren. Zwar wurde das Chaos mehr oder weniger zurückgeschlagen, doch gilt es nun, im Land für Recht und Ordnung zu sorgen.
- Die militärischen Ressourcen sind aufgebraucht. Selbst Marienburg "spendet" keinerlei Gold mehr für Söldner.
- Die Bretonen bieten ihre Hilfe an, doch der Imperator will kein "rückständiges Feudalsystem" in seinem Land.
- Aufgrund der wenigen Ressourcen im Militär und Polizeiwesen werden Straftaten nun sehr viel härter geahndet als je zuvor. Man hat schlicht keine Zeit und erst recht kein Gold mehr, um sich mit Kleinkriminellen herumzuschlagen. Also muss man Exempel statuieren.
- Erste Rufe den unfähigen Kaiser zu entmachten werden laut.
- Middenheim hat mit sich selbst zu tun. Die Kriegsschäden sind hoch. Es wird Jahre dauern, alles wieder herzurichten
- Im Land ziehen immer noch marodierende Horden von Chaosanhängern umher und verbreiten Schrecken und Verderben
- In der Verzweiflung klammert man sich an Tilea und Estalia. Man erinnert an die doch guten Handelsbeziehungen.
- Tilea reagiert: Eine Masseneinwanderung von Tileanern beginnt. Sie sollen Söldner, Handwerker, Mediziner, Arbeiter und Kaufleute ins Imperium bringen.
- Estalia macht gar nichts. Sie sichern sich das Gewässer und laufen den Tileanern den Rang ab. Sie herrschen nun über das Meer. Sie kassieren von den Tileanern gigantische Zölle.
- Den Magieschulen mangelt es an Lehrern und Schülern. Zu viele sind auf den Schlachtfeldern ums Leben gekommen. Der Anblick von Magiestudenten wird selten. Man lockert das Gesetz, was nun auch "Magiebegabten" die Möglichkeit gibt, Unterricht zu erteilen oder zu bekommen.
- Es mangelt wirklich an Allem: Essen, Kleidung, medizinische Versorgung und besonders: Personal! Unzählige Menschen sind in den Krieg gezogen und kamen nicht heim. Das reißt riesige Löcher in die Infrastruktur des Imperiums.

Es gibt zwar noch alles, doch alles nur noch sehr sporadisch. Der Adel feiert nun keine großen Feste mehr, zu wenig Ressourcen hat man dafür übrig. Der Witz dabei: Der Adel benimmt sich aber so, als würde es ihm an nichts mangeln. :D Der Schein trügt also. Einzig für die arme Bevölkerung ändert sich nicht viel. Viel ärmer konnten sie auch nicht mehr werden.
Viele Bürger des Landes, besonders die in den Städten, berichten von einer Art Endzeitstimmung. Man ist dem endgültigem Ende der menschlichen Ära im Imperium näher, als einem Neuaufbau. Vom Kaiser erwartet man nicht mehr viel. Man beäugt eher die Berater um ihn herum. Karl-Franz erhält vom Volk den Namen "Rostiges Sprachrohr" oder "Die adlige Marionette". Aber er will einfach nicht abdanken. Immer noch spielt er den gebildeten und hochrangigen, intelligenten Regenten; dabei ist er nur noch ein Abziehbild. Wer aber soll ihn ersetzen?

In diese Welt bzw. Darstellung der Alten Welt (ent-)lasse ich meine Spieler.
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Re: Neue Kampagne!?

Beitragvon Curwen » 13. Okt 2017 10:06

Die Möglichkeiten dieser neuen Sandbox sind diesmal wirklich enorm. Deine Ideen gefallen mir sehr gut! :)

Und du hast Alles drin: Grundstimmung aus dem 30jährigen Krieg, Wirtschaftsmigration aus Tilea, einen unverbesserlichen Adel und nach wie vor Armut. Da haben die Lumpensammler wieder richtig was zu tun. :D

Auf der anderen Seite ist der Wert eines kompetenten Menschen jetzt schon wieder gestiegen, der Einzelne kann diese Wirren womöglich sehr gut zu seinem eigenen Aufstieg nutzen. Ganz viele Möglichkeiten! Vor allen Dingen fehlen dem Imperator gute Leute. Da kann man einiges machen.
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Re: Neue Kampagne!?

Beitragvon Björn » 13. Okt 2017 11:22

Joa, und bodenständig wird sie sein. So geht es doch in erster Linie buchstäblich um eine Kiste Äpfel, die man nem Obsthändler abnehmen soll, um sie anschließend anderswo zu verkaufen. :mrgreen:
Ebenso werden, aufgrund der fehlenden Menschen, Gebäude leerstehen. Sie werden nicht instand gehalten, weil die Eigentümer entweder selbst kein Geld dafür haben oder nicht mal mehr am Leben sind. Gibt also viele Geisterhäuser in den Großstädten.
Die Anforderungen etlicher Lehrberufe werden, wie auch momentan in Deutschland :roll: , drastisch runtergeregelt, damit man überhaupt noch Leute für irgendwas hat. Ja, so trifft man garantiert mal auf einen eher inkompetenten Arzt, der ein Ellbogen von einem Knie nicht unterscheiden kann, oder eine Stadtwache, dem seine Rüstung und seine Waffen zu schwer sind... Das alles wird es geben. :D
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