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"Ohnebein" (April 2016)


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"Ohnebein" (April 2016)

Beitragvon Björn » 29. Sep 2017 10:15

Diesen Beitrag habe ich mal aus dem ALTE WELT Forum gezogen. Leider kam das Abenteuer nie zustande, aber dazu später mehr. Es ist ein kleiner Abriss aus der glorreichen Zeit einer völlig "kaputten" Warhammer-Gruppe. :mrgreen:

Björn hat geschrieben:So, hier jetzt mal der "was-ich-bei-Warhammer-demnächst-durchziehen-will" Textblock:

Charaktere:

Viggo, gespielt von meiner Frau Kathrin. Ein Magier des Grauen Ordens, der zunehmend dilettantische Züge annimmt. Er sieht den Nutzen der Magie gänzlich anders als der Orden. Als überhaupt irgendein Orden. Warum nicht auch die "fragwürdige" Magie mal austesten?

Ludwig Ellbinger (gespielt von Tim), der Morr-Templer, der sich das Recht herausnimmt, Menschen nach seinem Gutdünken zu verurteilen und zu bestrafen. Sein Wort ist Gesetz. Wer braucht schon einen Hexenjäger um einen Prozess zu starten? Ellbinger macht das gleich an Ort und Stelle; inklusive Hinrichtung. :mrgreen:

Ferdinand Bachmann "Goldkäppchen" (gespielt von Kevin), der nervigste aller Charaktere. Kleptomanie ist bei ihm noch harmlos ausgedrückt. Er kann alles an Gegenständen gebrauchen und schreckt auch nicht vor Streit innerhalb der Gruppe zurück. Oft bringt er die Gruppe in Schwierigkeiten und kann es dann so aussehen lassen, als wäre ein anderer Schuld an der Misere. Seinen Spitznamen "Goldkäppchen" bekam er von Ellbinger, weil er sich aus einer goldenen Schatulle eine goldene Kappe hat anfertigen lassen.

"Ohnebein" alias "Ratte" alias Roberto alias Albrecht (gespielt von Arne). Dieser sechzehnjährige Nichtsnutz wird das Zentrum meiner nächsten Spielabende sein :D Sein Bein verlor er, als Bachmann ihn "versehentlich" in eine Bärenfalle stieß. Ellbinger und Viggo schafften es nicht das Bein zu retten. Diese Geschichte ist nach fünf Sitzungen, etliche Stunden später, immer noch Grund für Streitereien unter Bachmann und "Ohnebein". Ständig wird Bachmann daran erinnert, dass er ihn in die Falle stieß, während Bachmann Ellbinger und Viggo, aufgrund ihrer stümperhaften Versuche das Bein zu retten, die Schuld für die Amputation gibt. Somit haben sich die Charaktere dann oftmals in den Haaren.

Zusammengefasst: Die Gruppe ist ein Haufen von Streithähnen, die doch tatsächlich der Meinung sind, sie seien aufgrund göttlichen Willens gemeinsam unterwegs. Das ist auch der einzige Grund, warum sie sich noch nicht vollkommen zerlegt haben.

Dabei ist das Rollenspiel im Allgemeinen sehr tiefgängig und abartig humorvoll :mrgreen: . Momentan entziehen sie sich im Stirland einer Schlacht von Menschen gegen Skaven. "Damit wollen wir nichts zu tun haben", ist ihr Motto. "Sollen doch die Soldaten des Stirlands ihren Arsch riskieren", hörte ich auch schon. So weit, so gut. Auf dem Weg nach Middenheim, wir befinden uns im Stirland, begegnen sie nun einer großen Gruppe tileanischer Söldner:

Albrecht (Arne) wird von einer Bande tileanischer Söldner für Roberto De Baggio gehalten, Sohn von Antonio De Baggio und Ludmilla De Baggio. Die Familie, die ihren Sitz in der ländlichen Gegend von Tilea (in der Nähe von Spomanti) hat, sucht schon seit drei Jahren nach dem entführten Roberto. Albrecht, der natürlich NICHT Roberto ist, wird kurz darauf nach Tilea gebracht und in unermesslichen Reichtümern baden. Seine Freunde eingeschlossen. Auch die Schwester Camilla De Baggio (21) freut sich über ihren heimgekehrten Bruder. Der Luxus ist in Worte kaum zu fassen.

Da die gesamte Familie dem Wein sehr zugetan ist, bemerken sie die Verwechslung nicht. Wein ist überhaupt das Stichwort. Die Familie besitzt dermaßen große Weinberge, die so weitläufig sind, dass man sie an einem Tag zu Fuß nicht alle besichtigen kann. Auch die Keller des gigantischen Hauses sind randvoll mit Wein. Zig Winzer, Arbeiter, Wachpersonal, mehrere Köche, ein paar Dutzend Diener, eine halbe Armee Söldner und das Gesinde sorgen für einen reibungslosen Ablauf am Hofe der De Baggios. Der Landsitz der De Baggios ähnelt einer kleinen Festung. Zu Recht, denn die Familie pflegt einen ständigen Kleinkrieg gegen die Marcellos, dessen Land sich unmittelbar neben dem der De Baggios befindet. Grenzstreitigkeiten sind also an der Tagesordnung.

Nichtsdestotrotz genießen "Ohnebein" und Konsorten das süße Leben. Auch die Stadt Spomanti besuchen sie. Luxus pur.

Ein paar Ideen zum weiteren Verlauf habe ich aber auch:

Der richtige Roberto kommt aus eigener Kraft nach Hause zurück. Niemand glaubt ihm und nachdem er sich recht aggressiv aufführt, eskaliert die Sache. Er wird für einen Doppelgänger gehalten und auf dem Hof, vor versammelter Mannschaft, gehängt.

Die Grenzstreitigkeiten nehmen zu und die Charaktere werden mobilisiert. Sie "reden" ein ernstes Wort mit den Nachbarn.

Der ansässige Morr-Priester, Alfredo de la Cruz, ist ein fanatischer Ellbinger-Anhänger. Er wird ihn mit seiner "Liebe" erdrücken.

"Ohnebein" ist scharf auf seine "Schwester", die sich ungeniert vor ihm entkleidet um zu baden.

Es wird Sauf- und Fressgelage geben und die Manieren bleiben größenteils auf der Strecke. Das unflätige Benehmen Bachmanns und "Ohnebeins" wird von den De Baggios aber als stilvoll und modern angesehen. Gäste, die zu Besuch auf dem Anwesen sind, werden diesen "Anti-Knigge" schon bald in alle tileanischen Städte tragen. :shock:

Man will "Ohnebein" mit der hässlichen Tochter des Nachbarn vermählen. Mal sehen was daraus wird.

Diese Mini-Kampagne soll nach den ganzen schrecklichen Erlebnissen die Gruppe endlich mal in Frieden zusammenbringen. Meine Spieler haben es sich verdient.






WEITER GEHTS....

Björn hat geschrieben:So, wo fange ich am besten an?
Um es kurz zu machen: Die Charaktere haben in klassischer Manier den Plot gesprengt! :mrgreen:

Nach der erfolgreichen "Flucht" vor der Schlacht Skaven gegen Stirländer, erreichten die Charaktere ein verwüstetes Dorf, in dem man die getöteten Dorfbewohner in den Brunnenschacht entsorgt hatte. Der Gestank war kaum zu ertragen. Nach einer mehr oder weniger erfolgreichen Plünderaktion, machten es sich die Charaktere in einem Haus gemütlich. Viggo entdeckte einen ausgemergelten Hund, ein Staffordshire-Jack Russel-Mix, und adoptierte diesen. Und weil die Töle so hässlich war, nannte er ihn "Fratze".
Sie verbrachten einen ruhigen und netten Abend in dem Haus, besorgten allerlei Brauchbares aus den anderen Häusern, machten es sich gemütlich und genossen die Ruhe. Der Ofen war intakt, Ellbinger hatte mootländischen Honig aufgetrieben und Eier fanden "Ohnebein" und Bachmann; denn Hühner flatterten auch noch herum. Lange war das Massaker auch noch nicht her. Am Ende des Abends schliefen alle gesättigt und zufrieden ein.

Der nächste Tag. Gut ausgeruht und bereit zum Aufbruch, traf sich die Gruppe beim Brunnen, den Ellbinger in der Nacht zuvor zugeschüttet hatte um aus dem Schacht eine Grabstelle zu machen. Zumindest fanden die geschundenen Körper so ein wenig Ruhe. Kurz vor dem Aufbruch hörten sie dann Reiter aus dem Süden kommen. Es waren, wie oben bereits geschrieben, Söldner aus Tilea. Der Wortführer, Hauptmann Fallucci, entdeckte "Ohnebein" und teilte dies lautstark seiner Mannschaft mit. Natürlich waren Ellbinger, Bachmann, Viggo und besonders "Ohnebein" komplett überrumpelt und perplex. Der Hauptmann aber erklärte ihnen die Gegebenheiten und ging davon aus, dass sich "Ohnebein" freuen würde. Auch ließ der Hauptmann ständig durchscheinen , dass die De Baggios reich und noch reicher sind.
Aber dann geschah das, was ich nicht für möglich gehalten hätte. "Ohnebein" weigerte sich Roberto De Baggio zu sein und seine Kameraden auch. Immer wieder hackten sie auf der "Wahrheit" herum. Der Hauptmann konnte es nicht fassen. Seit anderthalb Jahren war er ja nun bereits auf der Suche. Sollte er Roberto doch nicht gefunden haben? Offenbar nicht. Mit brachialer Sturheit und einem bornierten Auftreten, wehrten sich "Ohnebein" und seine Freunde gegen die Annahme, er sei Roberto De Baggio. Nur Bachmann, der sich währenddessen mit den Söldnern unterhielt, roch den Reichtum hinter der Sache. Als die Söldner, ziemlich erregt, wieder abreisten, machte Bachmann "Ohnebein" zur Sau. Er betitelte ihn als "Arschloch", "Vollidiot", "Dummkopf" und noch einiges an Beschimpfungen mehr. Auf diese Weise haben sich die Charaktere gegen ein Leben im Luxus und für ein Leben im Dreck entschieden. Denn Ellbinger, den die anderen ja folgen wie die Lemminge, will immer noch nach Norden. Nach Middenheim. Dort möchte er die Ikone [Warhammer - Wege der Verdammten] abgeben. Bachmann sah also den Reichtum und ein besseres Leben davonrasen. Das machte ihn so wütend, dass er die Gruppe, nach einem Streit mit Ellbinger, verließ.

Trotz der Ereignisse, war das Rollenspiel sehr unterhaltsam und der Abend ging schnell vorbei. Nun geht es auf nach Middenheim. In der Region sind noch etliche Teile von den Armeen des Chaos versprengt, so dass es schwer wird, nicht auf diese zu stoßen. Der Norden des Imperiums gleicht einem gigantischen Schlachtfeld. Die Charaktere reisen nun in dieses hinein.


Saugeil! Boa, da bekommt man wieder echt Bock auf Warhammer... :mrgreen:
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Auszug aus Lord-Kapitän Eli Flanagans Logbuch [Warhammer 40K - Freihändler]
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Re: "Ohnebein" (April 2016)

Beitragvon Schnecke » 29. Sep 2017 12:13

Der genaue Name lautete: Ratte-ohneBein,Stinky-Arschloch

Ratte, weil wir bei der ersten Begegnung davon ausgingen dass er ein Spitzel oder gar ein Skaven war
ohne Bein, erklärt sich selbst
Stinky, weil seine Hygiene sehr zu wünschen ließ
Arschloch, weil wir nur Ärger mit dem undankbaren, unverschämten,und verzogenen Bengel hatten

Trotz allem ein geiler Charakter der uns viel Spaß bereitete und Arne den Einstieg in das Rollenspiel vollends gelingen ließ.
Ich bin gar nicht mutig. Ich habe nur vergessen was Angst ist.
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