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[Warhammer] One-Shot


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[Warhammer] One-Shot

Beitragvon Björn » 1. Mai 2017 00:09

Heute habe ich für einen Spielabend ein kleines, selbstgebasteltes Einstiegsabenteuer geleitet, welches ich euch hier vorstellen möchte.

Spielercharaktere:

Fabian Klein, Stadtwache aus Altdorf.

Gottfried Drakenhof, Barbier aus Altdorf, gut befreundet mit Fabian.

Mormacar, ein Elf aus dem Großen Wald



Ort des Geschehens: Herzhald im Reikland; der kleine aber gut befestigte Ort Herzhald soll nämlich Schauplatz eines größeren Überfalls werden.

Fabian Klein erreicht mit seinem Freund Gottfried an einem sonnigen Morgen den Ort Herzhald. Der Grund ihres Besuchs ist einfach: Sie besuchen Fabians Bruder Markus, der hier der Hauptmann der Wache ist. Lange haben sich die drei nicht mehr gesehen. Gottfried, Fabian und Markus haben in der Vergangenheit gemeinsam auf unzähligen Schlachtfeldern gekämpft.
Die Wiedersehensfreude wird rasch getrübt als Markus mit einer Nachricht der ansässigen Shallyapriesterin konfrontiert wird, die die Stimmung aller Anwesenden gänzlich sinken lässt. So soll ein riesiger Trupp Tiermenschen sich von Nordosten her auf den Weg nach Herzhald befinden und in der Nacht, aber spätestens am frühen Morgen eintreffen. Nun ist guter Rat teuer. Der Hauptmann geht alle erdenklichen Szenarien durch.

- Flucht ist keine Option, da er sonst wegen Feigheit gehängt würde.
- Evakuierung ist auch nur schwer bis gar nicht möglich, da sie den Tiermenschen womöglich in die Arme laufen könnten.
- Das beinhaltet auch die Flucht durch den "Alten Tunnel", siehe Karte. Dieser führt zu einem alten Sägewerk außerhalb der Ortschaft, im Nordosten, doch ist auch hier die Gefahr zu groß, den Tiermenschen zu begegnen.
- Hauptmann Klein soll in drei Wochen versetzt werden. Nach Altdorf. Das will er sich auf keinen Fall versauen.
- Hilfe holen dauert schlicht zu lange
- Ein Kampf ist möglich, aber auch sehr riskant. Immerhin hat Klein nur elf Mann unter sich, von denen er weiß, dass sie kämpfen können. Rechnet er seinen Bruder und den Zwerg mit ein, sind es auch nur vierzehn.
- Der Hauptmann mobilisiert das Volk in Herzhald. Der größte Vorteil könnte die gute alte Mauer sein, welche schon so einige Kriege überlebt hat.

Unteroffizier Oberdorfer, ein Untergebener von Klein, trommelt ganz Herzhald zusammen. Sie sollen sich im Gasthaus "Hölzerner Steinkrug" einfinden. Krisensitzung. Hier tagt kurze Zeit später der Kriegsrat.
Auch Unteroffizier Gaada kümmert sich um Helfer. Da Momentan ein Zirkus in der Nähe lagert, werden sich bestimmt noch ein paar "Kämpfer" finden lassen, also geht er zu ihnen um Hilfe zu erbeten.
Unter der "Bevölkerung" im Gasthaus sind dann auch die Charaktere der beiden neuen Spieler. Hauptmann Klein verkündet sein Vorhaben: So will er die Stadttore befestigen und verbarrikadieren, die Mauern besetzen und jeden Mann, der eine Waffe halten kann, unter sein Kommando stellen. Gesagt, getan. In Herzhald bricht das nackte Grauen aus. Endzeitstimmung. 250 bis 300 Angreifer sollen es sein. Die Angaben der Zahlen überschlagen sich. Vorbereitungen werden getroffen. Waffen werden herbeigeholt. Die Leute vom Mankari-Zirkus sind auch da und bringen dreizehn wehrfähige Männer mit.

Der Tag vergeht, der Abend kommt. Nichts. Die Nacht bricht an. Es ist Nacht. Nichts. Am frühen Morgen, gegen vier Uhr, ertönt der Alarm. Es geht los. Die chaotischen Tiermenschen samt Anführer sind angekommen. Mit provisorischen Leitern versuchen sie über die Mauer zu gelangen. Sie versuchen auf Bäume zu klettern um dann über die Mauer zu springen. Die Herzhalder wehren sich. Erfolgreich. Als dann, eine Stunde später, das Südtor aufbricht, geht der Kampf im Inneren los. Nun ist das Chaos perfekt. Geschrei, Gemetzel, das Gegröle der stinkenden Tiermenschen ist überall zu hören.
Am Ende schaffen es die Charaktere grade noch in den "Alten Tunnel". Sie treten die Flucht an. Die Tiermenschen haben Herzhald eingenommen.

Zudem habe ich noch folgendes gebastelt:
Bild
Herzhald im Reikland

Bild
Legende zu Herzhald samt Info


Herzhald im Reikland
2522 I.C.


Der Palast
Eigentlich steht der Palast ständig leer. Der Graf von Saponatheim besucht diesen Ort nur sehr selten. Vor dem Palast, welcher vom Stil und Interior her den Palästen der reichen Scheiche in Arabia ähnelt, befindet sich auf einem Marmorsockel die gigantische Bronze-Statue eines Wolfs. Damit machte der damalige Graf, Robert Graufell, seine Nähe zu Ulric sichtbar. Der Palast wird derzeit von der Tochter des Grafen bewohnt, welche unter massiven Verfolgungswahn leidet und sich hinter den dicken Mauern Herzhalds versteckt. Vor was auch immer.

Das Gasthaus "Hölzerner Steinkrug"
Holger und Frauke Sesemann betreiben mit ihren drei Töchtern diese nette Gastwirtschaft. Der Innenraum ist urig und rustikal, "genau wie die Mauern", sagt man im Dorf. Meist werden Speisen wie Suppe, Brot, Aufläufe, Wurst und Geflügel angeboten. Alles mit Kräutern aus eigenem Anbau verfeinert. Da viele Händler und Reisende Herhald passieren, hat Holger auch ein recht breit gefächertes Angebot, was den Alkohol angeht. Hier gibt es drei Biersorten. Aber auch Weine und stärkere Dinge wie den "Zwergenschlag" oder den "Rumms!" gibt es hier (Rumms, weil man nur noch dieses Geräusch hört, wenn jemand den Krug geleert hat)
Ein Bett im Schlafsaal kann man auch mieten. Einzelzimmer gibt es nur zwei.


Gemischtwaren "Seibert"
Dieser alte Herr führt alles an Waren, was man im alltäglichen Leben so braucht, und noch sehr viel mehr. Sein Lagerhaus am See hinter dem Haus platzt schon fast aus allen Nähten. So ist Herbert Seibert nicht nur ein Krämer, sondern auch ein Messi. Er sammelt alles, bereitet es auf und verkauft es dann wieder. Ob Waffen, Kleider, Schmuck oder Möbel, Seibert hat alles. Auch antike Dinge. Bestimmt ist auch das eine oder andere okkulte Stück dabei. Es gibt sogar Kunden, die ganz von Altdorf zu ihm kommen, um seine Waren zu sehen. Auch Hexenjäger waren schon zu Besuch bei ihm. Sie hielten ihn zwar für einen armen Irren, konnten aber nichts ketzerisches an seinen Waren finden.

Der Zirkus Mankari aus Tilea
Artisten, Jongleure, Feuerspucker, Messerwerfer und so weiter. Der Zirkus ist zwar eher selten im Land, aber dafür gerne gesehen. Besonders der tileanische Zirkus Mankari genießt einen guten Ruf unter der imperialen Bevölkerung. Den Platz vor Herzhald nutzt die Familie als Winterdomizil und als Gegenleistung dafür, führen sie im Ort regelmäßig ihre Tricks auf.

Der Markt und die Markthalle
Dieser Platz wurde ursprünglich von den Soldaten aus alten Zeiten zum Exerzieren genutzt. Nach dem Wiederaufbau und dem Recht dauerhaft einen Markt abzuhalten, verlegte man diesen vom Eingang des Ortes auf den befestigten Boden des alten Exerzierplatzes. Zelte, die den Händlern von außerhalb gehören, beinhalten die verschiedensten Waren. Die Markthalle wird meistens bei starkem Regen oder im Winter genutzt. Dann verlegt man die Stände nach drinnen.


Der Sigmartempel
Massiv und ohne Schnörkel. Das fromme imperiale Volk nutzt diesen Tempel mehrfach in der Woche. Auf dem Dach ist die Statue eines Sigmarpriesters errichtet worden, welcher vor zwanzig Jahren im Namen Sigmars starb. Der Mann war Friedhelm Gruber und ein fanatischer Anhänger Sigmars. Oft kommen Zwerge auf Pilgertour hierher, um ihm ihre Ehre zu erweisen.

Die Morrkapelle
Das Gebäude ist schlicht und zweckdienlich. Hier kümmert sich Conrad Blankowski um die letzen Grüße der Verstorbenen und versucht den Hinterbliebenen ihren Verlustschmerz zu lindern.

Das Haus von Shallya
Bedürftige gibt es überall, auch in Herzhald. Mehr als nur eine Heilerin, sorgt sich Hildegard Premme, Schwester vom Orden der weißen Taube, um das Wohlergehen "ihrer Schäfchen", wie sie immer sagt. Auch Reisende suchen ihr sporadisch eingerichtetes Haus auf, wenn es ihnen nicht gut geht. Die prachtvolle Statue neben dem Haus, bildet Hildegard selbst ab und war ein Geschenk des Grafen von Saponatheim, nachdem sie seinem Hund "Beißer" das Leben rettete.


Der Alte Tunnel
Dieser Tunnel führt weit in den Wald zu einem stillgelegten Sägewerk. Ein tiefer Schacht führt fast zehn Meter in die Tiefe. Ist man unten, steht einem das Wasser bis zu den Knien. Ein breiter und befestigter Weg führt dann nach Nordosten.


Wichtige NSCs aus Herzhald:

Hauptmann Klein, Kommandant der Stadtwache [strafversetzt]
Unteroffizier Oberdorfer, 2. Kommandant [strafversetzt]
Unteroffizier Gaada, 3. Kommandant [in Herzhald geboren]
9 weitere Stadtwachen

Gemischtwarenhändler Herbert Seibert [72 Jahre alt]

Holger Sesemann [Gastwirt]
Frauke Sesemann [Gastwirtin]
Die Töchter Franziska (23), Martha (17) und Hanna (25)

Carolina von Saponatheim [Tochter des Grafen]
Bernhard Frimmel [Leibwächter]
Gorrik Russ [Leibwächter] Zwerg
Tilla [Dienerin]

Conrad Blankowski [Morrpriester]

Die Zirkusleute [43 Personen]

Hildegard Premme, Shallyapriesterin [Die gute Seele]
Sascha Versaile (w) [Novizin]


Natürlich ist das jetzt kein Bomben-Plot mit tiefgängiger Story, doch zum Einstieg in die Warhammer-Welt finde ich, reicht es.
"Ich habe meinen Platz gefunden. Ich bin kein kleines Rädchen im Getriebe. Ich bin das Getriebe"
Auszug aus Lord-Kapitän Eli Flanagans Logbuch [Warhammer 40K - Freihändler]
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